Als Steingarten bezeichnet man eine Gartenanlage, welche unter intensiver Verwendung von Steinen und Kies Pflanzen der Gebirgsflora oder trockenheitsresistente Pflanzen beherbergt. Steingärten zeichnen sich durch eine gute Entwässerung und die Dominanz von großen Steinen und Stein- oder Kiesschotter aus. Ein idealer Steingarten sollte auf einem sanften Abhang angelegt sein, der vorzugsweise nach Süden oder Südwesten ausgerichtet ist. Damit bietet er gute Wachstumsbedingungen für Steingarten-, beziehungsweise Alpenpflanzen. Pflanzen, die hier besonders gut gedeihen, bezeichnet man als Steingartenstauden, während Alpine Stauden meist so hohe Standortanforderungen stellen, dass sie im Tiefland Botanischen Gärten vorbehalten bleiben.

Historischer Steingarten Wisley, angelegt von James Pulham 1910, Detail einer Sandsteinformation Sonderformen des Steingartens sind der Geröllgarten oder das Kiesbeet, in denen vor allem Pflanzen wachsen, die steinigen Boden der Erde vorziehen (sog. petrophile Pflanzen). Das Alpinum ist eine Sonderform des Steingartens, das Hochgebirgspflanzen enthält. Es besteht zum größten Teil aus Steinen. Im Alpinum muss auf gute Drainage geachtet werden.

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